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700 Jahre Kürten Wie alt ist Kürten wirklich? Mindestens 700 Jahre. Dies beweist ein knapper Eintrag unter Hunderten anderer Ortsangaben. Es sind lediglich sieben kleine Buchstaben – mit großer Wirkung selbst nach sieben Jahrhunderten: CURTINE. Der mittelalterliche Name des Kirchdorfes ist eingetragen in der Abschrift eines erzbischöflichen Vermögensverzeichnisses aus dem Jahre 1308, die heute im Hauptstaatsarchiv in Düsseldorf lagert. In diesem Hebebuch, genannt LIBER VALORIS, vermerkten die erzbischöflichen Finanzbeamten die Namen Hunderter von Kirchorten aus der Erzdiözese Köln ein – mitsamt den geschätzten Vermögenswerten, die an den Erzbischof abzuführen waren. Kürten, um 1308 noch CURTINE, wurde bereits in der LIBER VALORIS-Fassung von 1378 als CURTEN bezeichnet, und diesen Namen trug der Ort bis ins 19. Jahrhundert. Zwar existiert die uns bekannte erste schriftliche Nennung Kürtens erst aus dem Anfang des 14. Jahrhunderts. Doch de facto ist Kürten deutlich älter. Bauarchäologische Befunde der Pfarrkirche belegen diese Annahme. Der Name „St. Johannes Baptist“ verweist auf die Zeit der Christianisierung mit ihren massenhaften Taufen, die sich im Bergischen Land in der Zeit vom 7. bis 9. Jahrhundert vollzog. Das Jubiläumsjahr 2008 fand im August 2008 seinen Höhepunkt mit einem Festprogramm samt Ausstellung. Die Bild-Text-Schau zeigte zahlreiche Bedingungen bäuerlichen Lebens, wie sie sich rund um Kürten im 14. Jahrhundert dargestellt haben mögen. Die dazu gehörende Festschrift ist bei dem Geschichtsverein für die Gemeinde Kürten und Umgebung e.V. erhältlich. Auskunft Gemeinde Kürten Ute Ströbel-Dettmer M.A. Gemeindearchiv Karlheinz-Stockhausen-Platz 1 51515 Kürten Tel. 0 22 68/93 91 62 Blick vom Halfenberg auf das Dorf mit Kirche (um 1900) Auszug aus dem „Liber Valoris“: unten rechts „Curtine“ Kürten Informatives 10


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