Informatives

Kuerten_50_03

Kürten Das historische Kürten – Vom Kirchspiel zur Gemeinde – Eine kurze Geschichte der Gemeinde Kürten 11.−15. Jahrhundert Wenn sich für den Raum Kürten auch bislang keine vor- und frühgeschichtlichen Siedlungsspuren nachweisen lassen, so bietet sich als einer der ältesten Zeugen hiesiger Geschichte immerhin der weithin sichtbare spätmittelalterliche Turm der katholischen Pfarrkirche an: Erbaut wurde er im 11. oder 12. Jahrhundert. Um 1300 verzeichnet der „Libervaloris“ – eine Auflistung aller Kirchen als Grundlage zur Eintreibung des Kreuzzugzehnten – den Ort „Curtine“ als Standort einer Kirche. Historiker berufen sich auf zwei – als gesichert geltende – Erwähnungen der Teilorte Olpe und Bechen aus dem 12. Jahrhundert: In einer Urkunde aus dem Jahre 1171 bestätigt Erzbischof Philipp von Heinsberg (1167–1191), dass ein Reinald von Olpe (Reinaldum de Olpe eiusque uxor Kunigunde) mehrere in Blankenberg an der Sieg gelegene Höfe sowie eine Mühle an das Nonnenkloster St. Ursula in Köln verkauft habe. Und wenig später, 1175, berichtet eine Urkunde eben dieses Erzbischofs Philipp von Heinsberg, dass ein Reinhard von Kenten beabsichtigt habe, sein Gut in „ABeche trans Renum“ (Bechen, jenseits Wappen der Gemeinde Kürten Das Wappen zeigt in der oberen Hälfte den Bergischen Löwen. Der Fischreiher im unteren Teil des Wappens deutet den Fischreichtum der zahlreichen Bäche an. Die amtliche Wappenbeschreibung lautet: „In geteiltem Schild oben in Silber ein zwiegeschwänzter, blau bewehrter und gekrönter roter Löwe, unten in Rot ein silberner Fischreiher, der einen silbernen Fisch im Schnabel trägt.“ Das Gemeindewappen entspricht im Wesentlichen dem ursprünglichen Siegel des Gerichts in Kürten. Im Jahre 1925 wurde im Staatsarchiv in Düsseldorf eine Akte aus dem Jahre 1742 aufgefunden, die den Abdruck dieses Gerichtssiegels enthielt. Doch schon aus früherer Zeit, nämlich in einer Darstellung über die Gerichtsverfassung des Herzogtums Berg aus dem Jahre 1555, ist die Existenz eines Landgerichts in Cürten bereits nachgewiesen. Die Umschrift dieses alten Siegels lautet: SJG DES GERICHS ZV C (V) RTEN Das Wappen wurde der Gemeinde Kürten zunächst durch Erlass des Preußischen Staatsministeriums vom 5. Oktober 1926 verliehen und ein weiteres Mal dem „Amt“ Kürten, diesmal durch Urkunde der Landesregierung des Landes Nordrhein Westfalen vom 8. Dezember 1949. In der Folgezeit hatte das Wappen Geltung bis zur kommunalen Neuordnung am 1. Januar 1975. Als Reaktion auf die veränderte lokalpolitische Situation entwarf der in Kürten ansässige Heraldiker und Graveurmeister Niedballa ein entsprechend gestaltetes Gemeindewappen, und nachdem die Skizze die Zustimmung des Hauptstaatsarchivs Düsseldorf fand, wurde das Wappen in seiner heutigen Form durch Urkunde vom 15. März 1982 vom Regierungspräsidenten in Köln genehmigt. Kirche und Kapelle in Olpe Informatives 8


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